Patenkinder
Firas
  • Name Firas
  • Ort Tel Qasab, Shingal

Mein Name ist Firas. Ich bin sieben Jahre alt und lebe mit meiner Mutter Leyla, meinen Brüdern Ayas und Jamal, sowie meinen Schwestern Jihan und Schanas zusammen in einem Zelt. Meine Mutter ist Witwe und arbeitet für Our Bridge. Sie verpflegt hier die anderen Kinder mit selbst gekochtem Mittagessen während der Schulzeit. Am 03. August 2014 kam der „IS“ in unsere Stadt und hat uns überfallen. Am 04. August 2014 wurde meine gesamte Familie vom „IS“ gefangen genommen. Zurzeit sind mein Vater und meine zwei Onkels gefangen. Insgesamt sind aus meiner Familie 23 Menschen noch unter „IS“ Herrschaft. Ich erinnere mich nicht an Shingal. Meine Mutter sagt aber, dass es traumhaft war. Unser Leben war sehr schön dort. Mein Vater war Offizier, er wurde deswegen gefangen genommen. Bis heute wissen wir nichts über ihn. Wir waren in Mossul in Gefangenschaft und die irakische Regierung hatte uns den Strom abgedreht. Es gab einen Deal zwischen dem 'IS' und der irakischen Regierung, wonach sie 150 Menschen frei ließen. Im Gegenzug haben sie den Strom wieder angemacht. Wieder Andere wurden freigekauft. Anschließend sind wir nach Khanke geflohen. Die Regierung hat uns ein Zelt gegeben und ein Bekannter hat meiner Mutter geholfen das Zelt aufzubauen. Our Bridge hilft meiner Mutter finanziell. Ich erhalte hier Kleidung, Hygieneartikel, Essen und jede Woche Taschengeld. Ich erhoffe mir von der Zukunft, dass der Asylantrag meiner Familie genehmigt wird und dass wir vielleicht bald nach Australien können. 

Dieses Interview wurde mit der Mutter Leyla im Beisein von Firas geführt.




Mazin Marwan Haji
Als im August 2014 die Kämpfer des Islamischen Staates unsere Dörfer überfielen, flohen wir zuerst in die nahegelegenen Berge. Von dort aus dann weiter über Syrien nach Kurdistan. Die andere erzählen mir manchmal von der Zeit. Ich war zwar dabei, ich erinnere mich aber zum Glück kaum.
Avin
Mein Name ist Avin. Ich bin acht Jahre alt und lebe mit meiner Oma und meinem Opa zusammen im Shohati Camp.
Ruaida Ahmad Xalaf
Wir haben kaum fließendes Wasser und selten Elektrizitaet. Im Winter ist es kalt, im Sommer heizt sich das Zelt extrem auf und bei Regen ist alles nass und es bildet sich nachträglich Schlamm
Diyala Haidar Ibrahim
Die Kämpfer des IS schossen auf unser Auto. Meine kleine Schwester war damals fünf Jahre alt, als sie von einer Kugel getroffen wurde. Sie ist sofort gestorben. Ich saß neben ihr.

 

 

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